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Die Europäische Union will Ermittlungen zu Kinderpornographie im Internet besser koordinieren. Dabei soll eine Plattform geschaffen werden, die den schnellen Austausch von Daten ermöglicht. Das ist das Ergebnis des EU-Innenministertreffens in Luxemburg. Insgesamt sollen 55 Millionen Euro in das Projekt fließen. Es ist geplant, dass Daten zur Kinderpornographie erstmals direkt von allen Mitgliedsstaaten genutzt werden.
Frankreichs Innenministerin Michele Alliot-Marie stellte das Projekt vor: “Wir wollen zusammen mit Europol eine europäische Plattform schaffen. Dadurch sollen direkte Verbindungen entstehen. Außerdem soll es eine Sammelstelle für alle Personenbeschreibungen geben. Gleichzeitig sollen weitere Kenntnisse hinzugefügt werden, die Europol über diesen oder jenen Straftäter gesammelt hat.”
Ziel ist, das Internet sicherer für Kinder zu machen. Laut einer Eurobarometer-Studie verbringen fast drei Viertel der 12 bis 15-jährigen täglich mindestens drei Stunden im Netz. Die Zeit drängt, denn pädophile Kriminalität im Internet ist auf dem Vormarsch. Allein im August hat die Polizei in Deutschland gegen etwa tausend Menschen ermittelt, die sich Kinderpornographie aus dem Netz heruntergeladen haben sollen.
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