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Die Tutsi-Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo schlagen “humanitäre Korridore” vor. Dadurch – so ihr Anführer, der ehemalige General Laurent Nkunda – sollen die schätzungsweise eine Million Flüchtlingen in der Region versorgt werden.
Nkunda, der militärisch vor einem Sieg steht, sicher sich damit auch medial die Oberhand im Konflikt: Er war es, der einen einseitigen Waffenstillstand verkündete. Er droht auch weiter, die Provinzhauptstadt Goma im Handstreich zu nehmen, “sollten die Blauhelme dort nicht für Ordnung sorgen”. Die Regierung in Kinshasa hat das Nachsehen: Ihre Truppen befinden sich offenbar in Auflösung und haben Goma bereits aufgegeben.
Auch der französische Außenminister Bernard Kouchner – von dem die Idee “humanitärer Korridore” ursprünglich stammt – konnte, angesichts der Skepsis seiner EU-Partner nur verkünden, dass die Europäische Union wohl nicht militärisch eingreifen werde. Es gebe “barbarische Massaker” – aber die Lösung könne nur politisch sein.
Während das rote Kreuz die Lage der Flüchtlinge im Kongo als “immer katastrophaler” beschreibt, nehmen zumindest die Vermittlungsbemühungen zu: EU-Entwicklungskommissar Louis Michel traf Präsident Joseph Kabila – und auch das weiße Haus schickte einen Sondergesandten.
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