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Es ist soweit: der Berliner Flughafen Tempelhof ist endgültig geschlossen. Punkt Mitternacht wurden die letzten Lichter ausgemacht. Zum Abschied starteten noch einmal zwei historische Maschinen aus der Zeit der Luftbrücke: eine Junkers 52 – die die Berliner liebevoll “Tante Ju” nennen, und ein amerikanischer Rosinenbomber.
Hunderte Berliner schauten den Flugzeeugen mit Wehmut nach – viele nahmen nur widerwillig Abschied von “ihrem” Flughafen Tempelhof – und von allen Erinnerungen, die sie mit ihm sowie der Luftbrücke verbinden.
Andere versuchten sich der Schließung noch im letzten Moment trotzig entgegen zu stellen. Viele grollten dem Senat und Bürgermeister Klaus Wowereit, die sie für die Schließung . Der Flughafen mitten in der Stadt sei ein zu wichtiges Symbol, um ihn einfach zuzumachen – so ihre Botschaft.
Weltbekannt wurde der Flughafen zur Zeit der Luftbrücke, nach dem Zweiten Weltkrieg. Um die Blockade der sowjetischen Militärverwaltung zu umgehen, landeten die amerikanischen Rosinenbomber von Juni 1948 bis Mai 1949 auf dem Rollfeld und brachten des West-Berlinern insgesamt fast Dreieinhalb Millionen Tonnen Hilfsgüter.
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