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Nach der Entführung eines Franzosen in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat die Polizei zahlreiche Autos durchsucht. Der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation war mit einem Kollegen zu Fuß unterwegs gewesen, als drei Bewaffnete die Männer überfielen. Der Franzose wurde in ein Auto gezerrt und verschleppt, dem zweiten Mann gelang die Flucht. Ein afghanischer Fahrer für den Geheimdienst, der die Entführung stoppen wollte, wurde erschossen. Beim Dachverband der Hilfsorganisationen in Afghanistan ist man beunruhigt. “Entführungen und Morde nehmen zu”, sagt der stellvertretende Direktor Mohammed Hashim Mayar. “Im Vorjahr wurden 17 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet, in den letzten neun Monaten waren es 28. Zuletzt gab es drei Vorfälle in drei aufeinanderfolgenden Wochen.”
Hunderte Polizisten suchten in Kabul nach dem entführten Franzosen und kontrollierten die Ausfahrtsstraßen aus der Stadt. Unklar ist, ob die Taliban oder Angehörige einer kriminellen Bande für die Tat verantwortlich sind.
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