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Die großen Notenbanken in Europa verstärken ihren Kampf gegen die Auswirkungen der Finanzkrise und die drohende Rezession. Die Europäische Zentralbank und die Bank von England senkten die Leitzinsen deutlich.
Die Frankfurter Währungshüter schraubten den Leitzins für die Eurozone um einen halben Prozentpunkt auf 3,25 Prozent nach unten. Es wurde sogar ein noch größerer Zinsschritt in Erwägung gezogen. Weitere Senkungen sollen schon bald folgen.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erklärte zudem, die Aussichten für Preisstabilität hätten sich weiter verbessert. In den kommenden Monaten würden die Inflationsraten erneut zurückgehen. Dies vor dem Hintergrund einer anhaltenden Finanzkrise, die die Nachfrage in der Eurozone noch eine längere Zeit lang belasten werde.
Deutlich massiver als die EZB lockerte die Bank von England die Geldschraube. Die Londoner Währungshüter senkten ihre Leitzinsen gleich um anderthalb Prozentpunkte auf drei Prozent. Das Vereinigte Königreich ist den Konjunkturdaten zufolge besonders von einer Rezession bedroht.
Damit näherte sich Großbritannien dem Zinsniveau in der Eurozone an. In den USA liegen die Leitzinsen bei einem Prozent, also deutlich niedriger.
(In Japan gilt fast schon ein Null-Zinsniveau. Nur im wachstumsstarken China liegen die Zinsen mit 6,66 Prozent deutlich höher.)
An den Börsen vermochte die Zinssenkung nichts auszurichten, die Kurse brachen deutlich ein.
Bei niedrigeren Zinsen können sich Banken billiger Geld bei ihrer Zentralbank besorgen. Damit kommen auch Unternehmen und Verbraucher
günstiger an Geld, was Investitionen der Unternehmen und den privaten Konsum ankurbeln kann.
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