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Bali-Bomber nach Hinrichtung gefeiert

Bali-Bomber nach Hinrichtung gefeiert

09/11/08 09:24 CET

Indonesien

welt

Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

In Indonesien sind die Leichen der Drahtzieher der Anschläge von Bali ihren Familien übergeben worden. Die drei Mitglieder der Terrororganisation Jemaah Islamiyah waren kurz zuvor hingerichtet worden.

In ihrem Heimatort Tenggulun in Ostjava wurden die Brüder Amrozi und Mukhlas von Tausenden als Helden gefeiert. Mukhlas hatte sein Geständnis widerrufen und gesagt, er sei unter Folter zur Aussage gezwungen worden.

Bei den Anschlägen waren im Oktober 2002 auf der indonesischen Insel Bali 202 Menschen getötet worden. Darunter waren auch sechs Deutsche. Die Sprengsätze waren an einem Samstagabend in einer voll besetzten Bar und kurz darauf auf der populären Vergnügungsmeile von Kuta detoniert. Die Verurteilten hatten wegen der Anschläge nie Reue gezeigt.

Die Menschenrechtsorganisaton Amnesty International verurteilte die Erschießungen. Und auch die Betroffenen sind gespalten: “Ich bin kein Freund der Todesstrafe, aber hier war es nötig. Im Gefängnis ging es denen doch besser als zuvor”, sagt ein australischer Überlebender. Und ein Hinterbliebener meint: “Ich bin gegen die Todesstrafe und es ist mir zuwider, dass meine Familie und ich damit zu tun haben. Der Tod dieser drei Menschen bringt meinen schönen Sohn nicht zurück.”

Die meisten Opfer waren Australier. Dort warnten die Behörden nach den Hinrichtungen vor Reisen nach Indonesien.

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