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Dass angesichts der weltweiten Finanzkrise ein gemeinsames Handeln nötig ist, darüber haben sich Industriemächte und Schwellenländer bei ihrem Treffen in Sao Paolo grundsätzlich einigen können: Was aber im Einzelnen zu tun wäre, blieb bis zum Schluss offen.
Umstritten war vor allem die Forderung des
Gastgebers Brasilien, den Schwellenländern mehr Mitsprache im globalen Finanzsystem einzuräumen.
“Innerhalb der nächsten dreißig, sechzig oder neunzig Tage müssen wir Lösungen finden, um gewissen Organen der internationalen Finanzmärkte neue Verhaltensregeln zu geben”, sagte
Finanzminister Guido Mantega.
Der Internationale Währungsfonds müsse eine stärkere Rolle erhalten, und im Finanzstabilitätsforum müssten Schwellenländer vertreten sein.
Mantega betonte, die Schwellenländer wollten nicht mehr “nur zum Kaffeetrinken” eingeladen werden. Die Vertreter dieser Länder waren sich einig, dass sie beim Weltfinanzgipfel in einer Woche gemeinsam mehr Einfluss fordern werden.
Auch in Washington wird wieder die Gruppe der “G-20” zusammenkommen: die sieben führenden Industriestaaten und Russland sowie zwölf Schwellenländer.
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