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Nach dem Einsturz einer Schule in Haiti haben die Rettungskräfte die Suche nach Überlebenden aufgegeben. Vier Kinder wurden noch am Sonnabend aus den Trümmern geborgen, seitdem niemand mehr. Damit haben gut 150 Menschen überlebt, fast einhundert wurden bisher tot geborgen.
Den Einheimischen ging die Suche zuletzt zu langsam; sie wollten helfen, sollten die Rettungskräfte aber nicht behindern: Es kam zu Protesten und Auseinandersetzungen.
“Mit bloßen Händen haben wir zu Anfang hier schon gearbeitet”, sagt einer; “und jetzt lassen sie uns nicht. Da unten sind doch unsere Brüder, unsere Leute, Haitianer!” – “Wir wollen helfen, wir können doch auch was tun”, meint ein anderer; “aber UNO und Polizei lassen uns nicht.”
Einige Dutzend von ihnen durften später doch noch helfen, unter Aufsicht der Rettungskräfte.
Rund siebenhundert Schüler hatte die Schule; offenbar war aber nur die Hälfte von ihnen in dem Gebäude, da nach Angaben des Jugendministers in zwei Schichten unterrichtet wurde. Wie viele es nun genau waren, weiß nach wie vor niemand.
Auch der Grund für den Einsturz bleibt unklar. Der Erbauer und Betreiber der Schule, ein Pfarrer, wurde verhört. Die Behörden sehen bisher als Ursache des Unglücks Baumängel.
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