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Mit der Reform des globalen Finanzsystems soll eine Wiederholung der aktuellen Krise verhindert werden. Dies wird in der gemeinsamen Erklärung der G20-Staaten ausdrücklich erwähnt. Die Krise ging von den USA aus, griff schnell auf Europa und weitere Industriestaaten über und dehnte sich auch auf Schwellenländer und aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China und Indien aus. In der Abschlusserklärung von Washington werden die Grundsätze für eine künftige Weltfinanz-Architektur aufgestellt.
Zwar bekannt man sich darin zum freien Markt und zum freien Handel, zugleich aber geht es um Regulierung, Aufsicht und Risiko-Managment. Die Regulierung soll Sache der Nationalstaaten sein. Die Kontrollbehörden sollen jedoch international kooperieren. Auch die internationalen Finanz-Institutionen, darunter die Weltbank, sollen reformiert werden. Der Internationale Währungsfonds wird eine zentrale Bedeutung in der neuen Finanzarchitektur erhalten. Das Abschlussdokument von Washington hält fest, dass Arbeitsgruppen gebildet werden sollen, die bis Ende März fünfzig konkrete Einzelmaßnahmen ausarbeiten.
Die derzeitige Finanzkrise, die nach Ansicht von Experten in allen Industrieländern zu einer langanhaltenden Rezession führen wird, erinnert an den Börsenkrach von 1929. Auch damals folgte darauf eine Zeit der Wirtschaftsdepression. Ähnliche Auswirkungen sollen diesmal verhindert werden.
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