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Nach dem Zusammenbruch eines betrügerischen Finanzsystems in Kolumbien haben Geschädigte erneut die Regierung aufgefordert, gegen derartige Machenschaften vorzugehen. Der Präsident von Kolumbien, Álvaro Uribe, rief den “sozialen Notstand” aus. Damit hat die Regierung das Recht, per Dekret gegen die sogenannten Finanz-Pyramiden vorzugehen.
Die Regierung werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Menschen ihr Geld in derartige illegale Systeme steckten, sagte der kolumbianische Innenminister; die Regierung werde die Vermögenswerte solcher Unternehmen beschlagnahmen und dafür sorgen, dass die Anleger ihr Geld zurückerhielten, soweit dies möglich sei.
In der vergangenen Woche war es zu Unruhen gekommen, nachdem sich Finanzbetrüger mit den Ersparnissen tausender Bürger abgesetzt hatten. Die Polizei konnte mehrere Männer festnehmen, die rund 2 Millionen Euro in Bar bei sich führten.
Die Finanz-Pyramiden funktionieren nach dem Kettenbrief-Prinzip, der Gewinn wird nur durch immer neue Spareinlagen finanziert. Innerhalb weniger Monate sind in Kolumbien schätzungsweise 240 solcher Systeme entstanden.
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tags: Finanzkrise, Kolumbien, Wirtschaft
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