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Eine Frucht pro Tag pro Kind – mit dieser Formel soll nach Meinung des europäischen Parlaments gegen die Fettleibigkeit gekämpft werden.
Die Parlamentarier stimmten am Dienstag für eine, die ein Budget von 500 Millionen Euro fordert, um durch gezielte Verteilung von Früchten auf Essgewohnheiten der Kinder Einfluss zu nehmen.
“Das ist genau das, was wir brauchen”, argumentiert ein Vertreter des belgischen Verbands fettleibiger Patienten, “die Kinder müssen sich daran gewöhnen, denn das was sie heute essen, ist auch das was sie morgen essen wollen.”
Seiner Organisation zufolge haben 45 Prozent der Europäer übergewicht, jährlich werden es demzufolge 400.000 mehr. In ganz Europa erkennt nur Portugal die Fettleibigkeit als Krankheit an.
Zur gezielten Fruchverteilung in Schulen sagt ein britischer Experte: “Potentiell ist das ein Schritt in die richtige Richtung, es bedarf aber noch tausend anderer Massnahmen zusätzlich. Wir können nicht nur sagen, wir verteilen Früchte, und dann gibt es keine Fettleibigkeit mehr. Es gibt keine einfachen Antworten. Wir müssen auch auf regelmässige körperliche Aktivität achten, oder die Politik auf das Problem aufmerksam machen. Die Fruchtverteilung ist ein Mittel, das ich aber durchaus begruesse.”
Fettleibigkeit gilt als eines der grössten Gesundheitsprobleme des 21.Jahrhunderts. Vor allem Kinder und Jugendliche sind Expertenangaben zufolge in steigendem Masse davon betroffen.
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tags: Adipositas, Bildung, Gesundheit
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