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Das Meer vor der somalischen Küste wird scharf bewacht, aber dennoch gelingt es Seeräubern immer wieder, Schiffe in ihre Gewalt zu bringen. Am Dienstag wurde ein Frachter gekapert, der unter der Flagge Hongkongs unterwegs war. Am Mittwoch berichtete der griechische Rundfunk, dass ein griechisches Schiff mit 23 Besatzungsmitgliedern in die Hände der Piraten gefallen sei. Ein Angriff auf einen britischen Tanker konnte von der deutschen Marine vereitelt werden.

Die Piraten, die den saudischen Supertanker “Sirius Star” in ihre Gewalt gebracht hatten, erreichten unterdessen einen ihrer Schlupfwinkel. Der Tanker hat zwei Millionen Barrel Rohöl mit einem Marktwert von fast 80 Millionen Euro an Bord. Das Schiff ging bei der Stadt Harardere vor der somalischen Küste vor Anker. Dort wollen die Kidnapper den Ausgang der Verhandlungen um das Lösegeld für das Schiff und die Besatzung abwarten. Der stellvertretende Fischereiminister der halbautonomen Region Puntland, wo sich die Piraten vornehmlich aufhalten, erklärte dazu, eine Militäraktion zur Befreiung des Tankers sei möglich, aber man benötige dazu die Erlaubnis der Reederei und des Kapitäns.

Im kenianischen Mombasa wurden acht mutmaßliche Piraten einem Gericht vorgeführt. Sie waren von der britischen Marine letzte Woche gefangen genommen worden. Zwei Piraten waren dabei ums Leben gekommen. Aus London hieß es, die Royal Navy spiele eine führende Rolle im Kampf gegen die Piraterie.

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