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Argentinien verstaatlicht die private Rentenversicherung. Auch der Senat, die zweite Parlamentskammer, stimmte jetzt mit großer Mehrheit dafür.
Seit 1994 können Argentinier ihre Rentenbeiträge sowohl in staatlichen Kassen als auch privat anlegen. Mit der Verstaatlichung der privaten Kassen will die Regierung die Versicherten in Krisenzeiten wie jetzt besser schützen. Ihre Gegner halten ihr dagegen vor, sie wolle nur auf die dort angelegten Gelder zugreifen.
Ein Mitarbeiter einer Privatkasse sagt bei einer Kundgebung, die Regierung habe einfach kein Geld.
Und mit dem Geld, das sie in besseren Zeiten gehabt habe, sei sie nicht gut umgegangen. Jetzt müsse sie sehen, wie sie nächstes Jahr ihre Schulden zurückzahle.
2009 werden für den argentinischen Staat Schulden in Milliardenhöhe fällig. Nach wie vor muss sich Argentinien aber noch von dem Staatsbankrott vor einigen Jahren erholen. Als die Verstaatlichung angekündigt wurde, rutschten argentinische Aktien und Anleihen in den Keller, weil Anleger neue Schwierigkeiten befürchten.
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