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Die Eurozone steuert auf eine weitere Zinssenkung zu. Dies deuteten mehreren Mitglieder des EZB-Rats auf öffentlichen Veranstaltungen an. Die sich rapide verschlechternden Konjunkturaussichten und der sinkende Preisdruck eröffneten dafür Spielräume, hieß es.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sieht die Banken beim Überwinden der Finanzkrise in der Pflicht. Die Kreditinstitute sollten den Geldmarkt beleben und ihre Vermittlungsaufgaben wieder wahrnehmen, sagte er in Frankfurt.
Seit Mitte des Jahres senkte die EZB die Euro-Leitzinsen in zwei Schritten auf 3,25 Prozent. Über das Ausmaß einer weiteren Senkung im Dezember wird unter Fachleuten spekuliert. Einige Analysten halten mittelfristig sogar einen gegen Null tendierenden Zinsatz wie in Japan für möglich.
Seit der Zinssitzung im November hat sich das Wirtschaftsklima in der Eurozone noch einmal deutlich abgekühlt. So ging die Geschäftstätigkeit in der Industrie und bei den Dienstleistungen massiv zurück. Den Unternehmen machen rückläufige Neuaufträge zu schaffen. Das Winterhalbjahr werde böse, sagten Analysten.
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