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Nach der aufsehenerregenden Kaperung eines saudi-arabischen Supertankers, haben somalische Regierungstruppen in der halbautonomen Region Puntland gefangengenommene Piraten vorgeführt.
“In unserer Gegend gibt es viel Piraten. Sie werden von Tag zu Tag mehr. Wir müssen sie ausmerzen wie eine Krankheit”, sagt der Bürgermeister der Region Sool, Mohammed Said Nor.
Schwerbewaffnete Islamistenmilizen durchsuchten die Hafenstadt Haradheere nach Piraten.
“Wir können nicht zulassen, daß Piraten jetzt anfangen, muslimische Schiffe zu kapern. Sie entehren uns. Wir werden sie bekämpfen”, bekräftigt ein Kämpfer der Al-Shaba-Miliz, der seinen Namen mit Abdul Kader Mohammed angab.
Die vom Westen gestütze Übergangsregierung kontrolliert nur kleine Teile des Landes, im Großteil herrschen islamistische Milizen. Sie sind aufgebracht, weil in der vergangenen Woche der saudi-arabische Supertanker Sirius Star gekapert wurde. In dem bitterarmen Land werden die Piraten von ihrern Clans unterstützt. Auch Regierungsmitglieder sollen hinter vorgehaltener Hand den Seeräubern helfen.
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