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In Guinea-Bissau ist ein Putschversuch gescheitert. Regierungstreue Truppen schlugen am Sonntag eine Revolte von Soldaten gegen Staatspräsident Joao Bernardo Nino Vieira nieder. Die meuternden Militärs hatten in der portugiesischen Ex-Kolonie die Residenz des Staatschefs umstellt und unter Beschuss genommen. Innenminister Cipriano Cassama sagte, der Putschversuch sei entdeckt worden, deshalb sei man vorbereitet gewesen. Hätte man nicht die nötigen Maßnahmen ergriffen, wäre der Präsident nicht mehr am Leben.
Guinea-Bissau hat seit der Unabhängigkeit 1974 zahlreiche Putschversuche erlebt. In den
vergangenen Jahren stand das Land zeitweise am Rande eines Bürgerkriegs. Der Putschversuch kam kurz nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse. Die Wahl selbst vor einer Woche war ohne Zwischenfälle abgelaufen; auch internationale Beobachter hatten keine Beanstandungen. Die frühere Freiheitsbewegung des Landes, die Unabhängigkeitspartei, gewann dabei 67 der 100 Sitze, die Hälfte mehr als bisher. Es war der größte Erfolg einer Partei seit Einführung des Mehrparteiensystems vor vierzehn Jahren.
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