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Knapp 17 Millionen Venezuelaner sind am Sonntag heute aufgerufen neue Gouverneure und Landesparlamente in 22 Bundesstaaten und dem Bundesdistrikt zu wählen. Außerdem stehen mehr als 300 Bürgermeister zur Wahl. Erstmals findet die Stimmabgabe in den gut 12.000 Wahllokalen vollständig an Wahlcomputern statt. Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum gilt der Urnengang als Stimmungstest für Präsident Hugo Chávez.
Beobachter erwarten, dass die Regierungspartei eine handvoll Gouverneurs- und Bürgermeisterposten verlieren wird. Chávez engagierte sich stark im Wahlkampf. “Wenn Chávez in einem Recht hat, dann, dass kein Kandidat aus eignem Antrieb gewinnen könnte. Die Menschen stimmen für Chávez. Deshalb setzt er sich so stark ein. Chávez kandidiert für 23 Gouverneursposten”, meint Politikwissenschaftler Teodoro Petkoff.
Die Oppositionsparteien treten fast überall mit einem gemeinsamen Kandidaten an. Sie profitieren von der Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Inflation, steigende Kriminalität, unzureichende Gesundheitsversorgung, schlechte Verwaltung treffen vor allem die ärmeren Schichten, Chávez Stammwähler.
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