Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
Die Grönländer steuern auf weitere Unabhängigkeit zu. Und können das bald auch offiziell in ihrer Sprache sagen. Wenn die Mehrheit der Inselbewohner heute ein neues Autonomiegesetz absegnet, wird Grönländisch Landessprache. Umfragen sagen ein “JA” voraus.
Seit knapp 400 Jahren gehört die größte Insel der Erde zum Königreich Dänemark. Seit 30 Jahren genießt sie Autonomie – und Zuschüsse: Fast ein Drittels des Haushalts kommt aus Kopenhagen, umgerechnet mehr als 400 Millionen Euro jährlich.
Der Rest wird mit Fischfang und Tourismus erwirtschaftet. Doch die Insel verfügt über Bodenschätze. Und Öl. Durch schmelzendes Eis wird die Förderung billiger, ein positiver Nebeneffekt des für die Insel bedrohlichen Klimawandels. Von künftigen Petro-Kronen will Kopenhagen die Hälfte abhaben.
Doch nicht alle der 56.000 Grönländer sind enthusiastisch: “Wir sind noch nicht bereit dafür”, sagt eine Frau, erst müsse die Wirtschaft laufen. Die Entwicklung der Wirtschaft und die Lösung sozialer Probleme wird darüber entscheiden, wann die Inuit endgültig die Leine kappen. Auch nach Annahme des Autonomiegesetzes bleiben sie von Kopenhagen abhängig, außenpolitisch und finanziell.
Copyright © 2009 euronews
Top-Nachrichten und letzte Meldungen


Eis der Antarktis schmilzt schneller als…
Hadsch im Zeichen der “Schweinegrippe”
Großbritannien auf Wahrheitssuche im Irak-Krieg
Mindestens 46 Tote nach Massaker auf den…
Experimente mit der “Gottesmaschine”
Entscheidung Washingtons über…
Medwedew will NGOs fördern
Ein Rockstar namens Silvio
Wird Gilad Schalit bald frei?
Erster Passagierflug mit Biokraftstoff 







