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Martine Aubry ist die neue Chefin der französischen Sozialisten. Der Parteirat bestätigte am Abend ihren
knappen Sieg bei der Stichwahl letzte Woche.
Ihr Vorsprung vor der Konkurrentin Ségolène Royal liegt nun offiziell bei gut einhundert Stimmen – freilich immer noch winzig, angesichts von mehr als 130.000 Stimmen, die abgegeben wurden.
Die Siegerin bemüht sich um Versöhnung: Jeder einzelne Sozialist müsse für die Franzosen da sein, sagt Aubry. Royals Freunde hätten dabei alle ihren Platz.
Diese Botschaft kommt bei der Gegenseite allerdings nicht an. Royals Lager droht weiter mit einer Anfechtung des Ergebnisses. Sie selbst
gewinnt der Lage aber auch Gutes ab: Es beweise die Lebenskraft der Sozalisten, sagt Royal. Zum ersten Mal erlebe man in Frankreich, dass eine Partei einen so langen Kampf austrage.
Ein Kampf, der auch zur Spaltung der Partei führen könnte. Freuen können sich die politischen Gegner; eine große Wahl haben die Sozialisten schon lange nicht mehr gewonnen. Nun steht nächstes Jahr die Europawahl an, 2012 wieder eine Präsidentenwahl.
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tags: Frankreich
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