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Ein russisches Video-Spiel, das zu Beginn des nächsten Jahres auf den Markt kommen soll, zeichnet den Krieg in Georgien nach. Aus patriotischer Sicht, versteht sich. Russische Helden eilen den bedrängten Südosseten zu Hilfe und fahren danach in ihren Panzern auch ein wenig in Georgien herum. Wie um die Georgier daran zu erinnern, wie schön es einst unter dem gemeinsamen Dach der großen Sowjetunion war. Spiele führten nie zu Konflikten, das täten nur Menschen, meint der Manager des Unternehmens, in dem das Video-Spiel hergestellt wird. Kriege auf dem Bildschirm seien allen anderen Kriegen vorzuziehen. Darum geht es aber im Grunde nicht. Sondern viel mehr darum, dass die Kinder und Jugendlichen mit dem Spiel die Kriegsideologie gleich mitgeliefert bekommen. Wie der russisch-georgische Krieg wirklich war, davon können auch Fernsehbilder kaum etwas vermitteln. Denn Tote schweigen bekanntlich und die tausenden Flüchtlinge fragt niemand danach.
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