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Der um sein politisches Überleben kämpfende thailändische Ministerpräsident Somchai Wongsawat hat den Polizeichef des Landes entlassen – wegen “unzureichender Leistungen”.
Die Lage spitzt sich seit Tagen zu: Oppositionelle halten seit vier Tagen Bangkoks Flughäfen besetzt. Im Umfeld sind Spezialeinheiten der Polizei in Stellung gegangen. Sollte es bei Gesprächen mit den Besetzern zu keiner Einigung kommen, würden andere Maßnahmen ergriffen, hieß es.
Der jetzt entlassene General hatte sich früheren Anordnungen widersetzt, die Straßenproteste der Volksallianz für Demokratie (PAD) zu unterbinden.
Regierungchef Somchai Wongsawat versuchte andererseits, die Besetzer zu beruhigen.
“Machen Sie sich keine Sorgen. Die Sicherheitskräfte werden friedliche Mittel einsetzen. Wir haben nicht die Absicht, irgend jemanden zu verletzen oder Gewalt anzuwenden. Wir sind alle Thais. Es wird Verhandlungen geben – oder was immer der Situation angemessen ist.”
Tags zuvor hatte er den Ausnahmezustand über die Flughäfen verhängt. Einen auch vom Militär geforderten Rücktritt lehnte er ab.
Für die Demonstranten, aber auch die Elite des Landes und die Mittelschicht ist Premier Somchai nichts weiter als eine Marionette seines vor zwei Jahren gestürzten Schwagers, Thaksin Shinawatra.
Sympathien genießt er dagegen in der armen Bevölkerung.
Die Blockade der Flughäfen trifft die Wirtschaft Thailands hart. Tausende Touristen sitzen fest. Die Regierung hat begonnen, sie per Bus zu einem 140 Kilometer entfernten früheren Marineflieger-Stützpunkt zu bringen, wo sie von ihren Fluggesellschaften abgeholt werden sollen.
Ein Monat Flughafen-Blockade kostet das Land bis zu fünf Milliarden Euro.
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