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Die Demonstranten in Thailand verlassen den Regierungssitz, den sie seit Monaten besetzt halten – aber das heißt nicht, dass sie aufgeben: Sie setzen ihre Proteste jetzt an den Bangkoker Flughäfen fort, die nun auch schon seit einer Woche besetzt und damit lahmgelegt sind.
Die Demonstranten wollen den Sturz von Regierungschef Somchai Wongsawat. In ihren Augen
ist er nur ein Strohmann des früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Thaksin wurde schon vor zwei Jahren aus dem Amt gejagt und wegen Korruptionsvorwürfen jetzt zu Haft verurteilt.
Er hat sich aber ins Ausland abgesetzt.
Morgen entscheidet das Verfassungsgericht außerdem über eine Klage gegen Somchais Partei wegen Wahlfälschung. Bei einem Schuldspruch würde die Partei aufgelöst, ihre Anführer erhielten Politikverbot. Allerdings könnten sie das leicht umgehen, indem sie schnell eine neue Partei gründeten.
Für die in Thailand gestrandeten Urlauber bleibt die Lage ungewiss. Letzte Nacht sind vom besetzten internationalen Flughafen zwar wieder Flugzeuge gestartet, allerdings leer. Die Protestierenden hatten den Fluggesellschaften nur erlaubt, stehengebliebene Flugzeuge abzuholen.
Diese Maschinen sollen nun aber dazu dienen, Urlauber von anderen Flughäfen in der Nähe von Bangkok abzuholen. Außerdem schicken Länder wie Spanien eigene Flugzeuge nach Thailand. Zehntausende Urlauber sollen infolge der Flughafenbesetzung im Land festsitzen.
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tags: Thailand
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