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Rumänien begeht seinen Nationalfeiertag, aber die Stimmung kann man trübe nennen: Das trifft auf das Wetter zu, aber auch auf die Lage am Tag nach der Parlamentswahl. Wen Staatspräsident Traian Basescu als neuen Regierungschef benennen wird, ist völlig offen. Die zwei großen Parteien liefern sich in der Auszählung ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Mehr als neunzig Prozent der Stimmen sind inzwischen gezählt: Demnach kommen die Liberaldemokraten, die PD-L, um Spitzenkandidat Theodor Stolojan in beiden Parlamentskammern auf rund 33 Prozent. Die PD-L steht dem Staatspräsidenten nahe. Die sozialistische PSD unter Mircea Geoana liegt nach derzeitigem Stand noch etwas vor der PD-L; knapp zurück; dabei geht es aber nur um einige Zehntel-Prozentpunkte.
Als dritte große Partei kommen die Nationalliberalen, die bisher aus der Minderheit heraus die Regierung führten, mit achtzehn Prozent auf Platz drei. Damit werden sie wichtig für die Koalitionsbildung. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp vierzig Prozent: der tiefste Stand seit dem Fall des Kommunismus.
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