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Mehrere tausend Menschen haben im Kosovo gegen Eulex demonstriert, die künftige EU-Mission zum Aufbau von Polizei und Justiz. Sie versammelten sich vor dem Eulex-Sitz in der Hauptstadt Pristina. Im Rahmen von Eulex werden rund zweitausend Polizisten, Richter und Verwaltungsfachleute die Kosovo-Regierung unterstützen. An der Mission hat sich aber etwas geändert: Damit auch Serbien zustimmt, hat die UNO Kompromisse gemacht. Dazu gehört, dass die Eulex vorerst nicht in den Gebieten der serbischen Minderheit arbeitet. Die Kosovo-Regierung befürchtet aber, dass ihr junger Staat diese Gebiete verlieren könnte. Das Kosovo selber hat sich gerade erst von Serbien getrennt.
Ursprünglich sollte Eulex schon vor Monaten die bisherige UNO-Verwaltung ablösen. Das war völkerrechtlich umstritten und wurde von Serbien abgelehnt. Der UNO-Sicherheitsrat billigte jetzt aber den Einsatz, mit den Zugeständnissen. So wird die Mission jetzt formal unter dem Dach der UNO arbeiten und sie nicht wie geplant ablösen. Das war wegen des russischen Widerstands im Sicherheitsrat unmöglich. Der Start von Eulex war nun für heute vorgesehen, wurde aber noch einmal um eine Woche verschoben.
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