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In Hebron im Westjordanland hat die israelische Armee ein von jüdischen Siedlern besetztes Gebäude gewaltsam geräumt. Die Aktion war vom Verteidigungsminister angekündigt worden. Zuvor war es tagelang zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und den Bewohnern gekommen.
Die Räumung dauerte kaum eine Stunde. Mehrere Hundertschaften waren beteiligt. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein. Nach Angaben von Sanitätern wurden rund 20 Menschen bei der Aktion verletzt, ein Polizist schwer.
Mehr als zweihundert radikale Siedler hatten sich im Gebäude verschanzt, in dem seit fast zwei Jahren mehrere orthodoxe Familien lebten. Es wird auch von Palästinensern beansprucht. Das Oberste Gericht Israels hatte bis zur Klärung der Besitzansprüche die Räumung angeordnet. Das Haus soll vorübergehend von der Armee verwaltet werden.
Im geteilten Hebron leben rund 700 jüdische Siedler neben knapp 200.000 Palästinensern. Im Streit um das Haus war es seit Tagen zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Beide Seiten bewarfen sich mit Steinen. Dabei waren insgesamt 20 Palästinenser und 18 jüdische Siedler verletzt worden.
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tags: Israel, NaherOsten
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