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Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, Geistliche und ausländische Staatsgäste haben Abschied vom Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Alexi II., genommen. Unter ihnen waren die Präsidenten Serbiens und Weißrusslands, Boris Tadic und Alexander Lukaschenko, sowie Russlands Präsident Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin.
Die Liturgie bei den Trauerfeierlichkeiten in der Erlöser-Kathedrale in Moskau leitete der zum Statthalter gewählte Metropolit von Smolensk und Kaliningrad, Kirill. Bis heute Morgen konnten sich die Gläubigen von dem am Freitag gestorbenen Patriarchen verabschieden. Seither hatten etwa 80.000 Menschen ihrem geistigen Vater die letzte Ehre erwiesen. Für das letzte Geleit waren in Moskau zahlreiche Straßen gesperrt und etwa 6000 Sicherheitskräfte im Einsatz.
Der Heilige Synod der russisch-orthodoxen Kirche muss innerhalb eines halben Jahres aus den Reihen der Bischöfe einen Nachfolger für Alexi wählen. Der 62-Järhige Kirill gilt aber nicht zwangsläufig als Favorit dafür. Der reformorientierte und für die Außenbeziehungen verantwortliche Kirill zählt zu den einflussreichsten Männern in der russisch-orthodoxen Kirche. Nach der Totenmesse wurde der Leichnam des im Alter von 79 Jahren gestorbenen Alexi zur Moskauer Epiphanias-Kathedrale gebracht. Dort sollte er am Nachmittag bestattet werden.
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