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In einem ehemaligen geheimen Internierungslager in der argentinischen Stadt La Plata sind mehr als 10.000 Fragmente und verbrannte Knochensplitter entdeckt worden. In den rund 50 Zentimeter tiefen Gruben fanden die Gerichtsmediziner auch die Asche verbrannter Leichen. Die Funde stammen aus der Zeit der Militärdiktatur.
“Es ist das erste Mal, dass bei Nachforschungen in einem geheimen Internierungslager so etwas gefunden wurde. Wir haben nicht nur Masengräber gefunden, sondern auch Leichen, die in den Gräbern verbrannt wurden”, berichtet der Rechtsmediziner Luis Fondebrider.
Das Straflager “Pozo de Arana” war eines von über 300 geheimen Gefangenenlagern. Neben dem Massengrab befindet sich eine zehn Meter lange Mauer mit über 200 Einschusslöchern – eine Erschießungswand.
Das Lager unterstand dem ehemaligen Polizisten Miguel Etchecolatz. Er wurde im September 2006 wegen Mordes, Freiheitsberaubung und Folter zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen wurden während der Militärdiktatur rund 30.000 Menschen ermordet.
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tags: Argentinien, Diktatur
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