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Die akute Gefahr einer baldigen Insolvenz der US-Konzerne General Motors und Chrysler scheint gebannt. US-Präsident George W. Bush stellte den Autobauern Finanzhilfen in Aussicht. Doch die Zukunft bleibt trübe. GM und Chrysler brauchen in den kommenden Wochen neun Milliarden Dollar, um Zulieferer-Rechnungen zu bezahlen. Diese sind eine der größten Belastungen für die Autobauer. “Die Leute fragen mich täglich, wie lange ich noch da sein werde”, so der Angestellte eines solchen Betriebs. “Und ob wir in der nächsten Woche noch arbeiten werden.” In der Zulieferer-Industrie sind etwa 600.000 Menschen beschäfttigt. Die Situation ist dramatisch. “Das Schiff sinkt und es ist höchste Zeit, die Rettungsboote auszusetzen”, meint dieser Fachmann, der in einem Betrieb arbeitet, wo Autos und Autoteile getestet werden. Der Absatz von Fahrzeugen ist in den USA massiv zurückgegangen, die Aktien der Autobauer mussten deutliche Kursverluste hinnehmen. “Gehen in den USA viele Arbeitsplätze verloren, vertieft sich die Krise auf der anderen Seite des Pazifik”, erläutert ein Finanzspezialist. “Die gesamte asiatische Region wird viel länger brauchen, um sich von der Rezession zu erholen.” Einst war die Autoindustrie das Zugpferd der amerikanischen Wirtschaft. Vor genau einhundert Jahren wurde der erste Ford-T, die Tin Lizzy gebaut, wenige Jahre später begann Ford mit der Serienfertigung. Inzwischen verbrauchen die US-Autobauer ihre Bargeld-Reserven. Denn die Einnahmen reichen nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.
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