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In Rio de Janeiro findet heute das zweite Gipfeltreffen zwischen Brasilien und der Europäischen Union statt. Ein erstes Treffen gab es vor einem Jahr; nun soll es um Einzelheiten der damals vereinbarten strategischen Partnerschaft gehen.
Frankreich hat bis Jahresende noch den Vorsitz in der EU; sein Präsident hebt die gewachsene Bedeutung Brasiliens in der heutigen Welt hervor. Nicolas Sarkozy gibt aber auch zu, dass nicht ganz Europa diese Ansicht teile; er spreche deshalb hier nicht für die EU, sondern als Frankreichs Präsident. Brasilien soll nach seinem Willen ein ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat werden; und man brauche es auch, um das weltweite ökologische Gleichgewicht zu erhalten.
Morgen ist der EU-Brasilien-Gipfel dann zu Ende, und Sarkozy wird endgültig als Präsident seines Landes auftreten: Vor allem geht es dann um Rüstungsverträge. Fünfzig Transporthubschrauber will Brasilien für seine Armee kaufen, dazu vier konventionelle U-Boote.
Frankreich würde damit Deutschland als Lieferanten ablösen; die letzten U-Boote für Brasilien kamen noch von der HDW-Werft in Kiel. Auch bei der Entwicklung eines kerngetriebenen U-Boots will Frankreich helfen; für den Antrieb will die Atommacht Brasilien aber selber sorgen. Ein kompletter Kauf in Frankreich wäre zu teuer.
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