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Guinea nimmt Abschied von seinem verstorbenen Präsidenten. Lansana Conté wurde in seinem Heimatdorf beigesetzt; der heutige Tag war landesweit ein Feiertag. Conté hatte das westafrikanische Land, früher eine französische Kolonie, seit 1984 beherrscht, als er durch einen Putsch an die Macht kam. Auch nach seinem Tod am Montag hat wieder eine Gruppe von Putschisten die Macht ergriffen. Die Militärregierung verspricht allerdings, in zwei Jahren freie Wahlen abzuhalten. In weiten Teilen der Bevölkerung hat sie damit bisher Rückhalt, auch wenn die gewaltsame Machtübernahme international durchgehend kritisiert wird.
An der Spitze der Militärregierung steht ein junger Offizier, der bis dahin unbekannte Moussa Camara. Camara hat sich selbst zum neuen Staatspräsidenten ausgerufen. Er beteuert aber, er wolle nicht an der Macht festhalten. Es bleibe bei der Wahl Ende 2010, und er selbst werde dazu nicht antreten. Für morgen hat die Militärregierung ausländische Diplomaten eingeladen, um ihnen ihr Vorgehen zu erläutern.
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