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Der Gas-Streit zwischen Moskau und Kiew bleibt nicht ohne Folgen für Europa. In Ungarn und Polen kam es zu einem Druckabfall in den Pipelines, Ungarn bezieht zehn Millionen Kubikmeter Gas weniger als vereinbart. Die Europäische Union kritisierte den Vorfall scharf und forderte Russland und die Ukraine auf, eine rasche Lösung zu finden. “Die Ukraine hat die Energie-Charta nicht nur unterzeichnet, sondern auch ratifiziert”, so der stellvertretende Chef des russischen Monopolisten Gazprom. “Sie enthält schwarz auf weiß die Verpflichtungen eines Transitlandes.” Russland hatte der Ukraine am Donnerstag den Gashahn zugedreht und wirft Kiew inzwischen vor, sich aus den Lieferungen zu bedienen, die für die EU bestimmt sind. Die tschechische Ratspräsidentschaft erklärte, der Energiehandel müsse auf den Prinzipien der Verlässlichkeit und Planbarkeit beruhen. Die italienische G8-Präsidentschaft kündigte wegen des Streits ein Energie-Gipfeltreffen an.
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