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Die Geschichte wiederholt sich. Warum auch nicht. Seit den Westeuropäern im Januar 2006 das Gas knapp wurde, hat sich im Grunde nichts geändert. Die Abhängigkeit von den russischen Lieferungen ist unvermindert groß, Alternativen sind kaum aus dem ersten Planungsstadium heraus.
Auch die Lieferwege sind immer noch die gleichen. Ohne die Ukraine als Transitland bleibt es kalt im Westen. Über Weißrussland verlaufen vergleichsweise kleine Pipelines. Und bis die Ostseepipeline fertig ist, wird es noch dauern.
Vor drei Jahren hatte es bis zum Oktober gedauert, ehe Russland und die Ukraine endlich ein neues Lieferabkommen unterzeichneten. Die Ukraine sollte letztlich 2006 172 euro für tausend Kubikmeter zahlen. Jetzt verlangt Russland 186 euro. Die EU zahlt wesentlich mehr.
In Moskau erklärt der Politik-Wissenschaftler Dimitri Babich die russische Preispolitik. “ Die Ukraine ist wie viele andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion nicht in der Lage die gleichen Gaspreise zu zahlen wie Deutschland oder Italien. 70 Jahre sowjetischer Planungswirtschaft haben die Ukraine eben wesentlich ärmer werden lassen. Dafür zeigt Russland bisher Verständnis und will die Preise langsam aber stetig steigen lassen. Das Problem ist, die Ukraine wünscht sich russische Subventionen auf Dauer.” Wieweit mit der unverzichtbaren Ware Gas auch politischer Einfluß ausgeübt werden kann – und ausgeübt wird – das steht natürlich auf einem anderen Blatt.
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