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Ein Krisentreffen wider Willen: Überschattet vom Gasstreit und dem Krieg im Gazastreifen hat der neue tschechische EU-Ratsvorsitzende Mirek Topolanek erstmals die Europäische Kommission empfangen.
Mit Spannung wurde das Treffen zwischen dem EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und dem tschechischen Präsidenten erwartet. Vaclav Klaus ist Euroskeptiker und bekennder Gegner des Vertrags von Lissabon, dúrch den er die Staatssouveränität gefährdet sieht. Tschechien ist einer jener EU-Staaten, in dem der Vertrag noch ratifiziert werden muss. Anfang Februar steht er auf dem Programm im Parlament.
Barroso machte deutlich: Wenn ein Land einen Vertrag unterschreibe, entstehe dadurch die Verpflichtung, ihn auch zu ratifzieren. Das erwarte man von der Tschechischen Republik, die den Vertrag von Lissabon unterschrieben habe.
Darauf entgegnete Klaus, er hoffe, Barroso werde noch häufiger vorbeischauen, sodass er ihn bekehren könne und Barroso sehr bald schon seiner Meinung sei, was den Vertrag von Lissabon betreffe. Er hoffe auf die Zukunft.
... jedoch nicht auf die nahe. Denn von der feierlichen Gala mit Barroso, auf der der Start der tschechischen Ratspräsidentschaft gefeiert wird, will Klaus fernbleiben. Tschechische Zeitungen sprechen von einem Boykott.
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