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Tony Blair ist wieder da, als Kandidat für den ersten Vollzeit-EU-Präsidenten. Zur Zeit versucht der ehemalige britische Premierminister, als Sondergesandter des Nahost-Quartetts aus UNO, USA, EU und Russland, die Region zu befrieden. Er selbst hält sich bedeckt, aber laut Financial Times ist Blair derzeit in Brüssel in aller Munde. Schliesslich habe Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy während seiner Ratspräsidentschaft mit seiner Omnipräsenz alle beeindruckt.
Der sogenannte Präsident des Europäischen Rates ist eine politische Position, die durch den Vertrag von Lissabon geschaffen werden soll. Dem Lissabon-Vertrag soll ein zweites Referendum in Irland in diesem Herbst wieder auf die Sprünge helfen.
Der EU-Präsident soll für je zweieinhalb Jahre vom Europäischen Rat ernannt werden und an die Stelle des heutigen Vorsitzenden des Europäischen Rates treten.
Zum Europäischen Rat gehören die Staats- und Regierungschefs der (EU) und der Präsident der Europäischen Kommission.
Das neue Amt soll für mehr Kontinuität und Gewicht der EU auf der internationalen Bühne sorgen. Blair gilt als Favorit von Nicolas Sarkozy, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel wäre angeblich der Luxemburger Regierungschef Jean-Claude Juncker lieber.
Das Personalkarussell ist offenbar schon voll in Schwung. Ausserdem zu vergeben: Der Job als Nato-Generalsekretär oder EU-Kommissionspräsident. Nicht zu vergessen – jede Menge EU-Kommissare.
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