Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
Angesichts der trüben Konjunkturaussichten und der sinkenden Inflation in Europa hat die Europäische Zentralbank den Leitzins erneut deutlich gesenkt.
Bei ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr nahm die EZB das Zinsniveau um 0,5 Prozentpunkte auf zwei Prozent zurück. Im Dezember hatte die EZB den Leitzins erstmals in ihrer zehnjährigen Geschichte um einen dreiviertel Prozentpunkt gesenkt.
In Frankfurt/Main begründete EZB-Chef Jean-Claude Trichet den Schritt damit, dass der Inflationsdruck weiter abgenommen habe – insbesondere auf Grund der nochmals verschlechterten konjunkturellen Perspektiven. Er fügte hinzu: “Außerdem gibt es weitere Anzeichen, dass die Eurozone eine bedeutsame wirtschaftliche Abschwächung erlebt. Dieses ist zu einem großen Teil der Intensivierung und Ausweitung der Finanzturbulenzen geschuldet”, so Trichet weiter.
Unter den weltweit wichtigsten Leitzinsen steht der europäische derzeit am höchsten. Die Bank von England kappte vergangene Woche ihren Leitzins auf 1,5 Prozent – ein historischer Tiefstand. In den USA und Japan ist das Zinsniveau mittlerweile praktisch bei Null Prozent angekommen.
Europas Bürger müssen sich also weiter auf schwere Zeiten einstellen. Das Wirtschaftswachstum bleibt schwach. Erst 2010 rechnet Trichet mit einer leichten Erholung.
Experten gehen davon aus, dass die Zinsschraube weiter nach unten gedreht wird. Denn niedrigere Zinsen verbilligen Kredite für Verbraucher und können so die Wirtschaft ankurbeln.
Copyright © 2009 euronews
tags: Euro, Jean-Claude Trichet, Wirtschaft
Top-Nachrichten und letzte Meldungen


Fünfter Jahrestag der Orangenen Revolution
Fährenunglück in Indonesien
Präsidentenwahl in Rumänien
Armenien und Aserbeidschan wollen Konflikt…
Rettungsversuche für 21 Bergleute in China
Tote bei Unwettern in der Türkei
US-Gesundheitsreform nimmt erste Hürde
Libanon feiert 66. Jahrestag der Unabhängigkeit
Würdenträgertreffen im Vatikan
Große Bauerndemonstration in Madrid 








