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Der 30. Januar 1972: Soldaten der britischen Armee erschießen am sogenannten “Blutigen Sonntag” bei einem Protestmarsch in Londonderry 14 katholische Demonstranten. Seither prägt die britische Armee das Straßenblid in Nordirland, seither sind die britischen Soldaten den nordirischen Republikanern ein Dorn im Auge. 29 Menschen wurden getötet und 100 verletzt, als nur wenige Wochen nach dem Karfreitagsabkommen in Omagh 1998 eine IRA-Bombe explodiert. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Royalisten und Republikanern, vor allem wenn im Sommer die protestantischen Unionisten zu ihren traditionellen Gedenkmärschen aufrufen – eine Provokation für die katholischen Republikaner. Hinter vielen Anschlägen steckt die republikanische IRA. Sie zeigt sich im Jahr 2000 bereit, ihre Waffen abzugeben und erklärt fünf Jahre später den bewaffneten Kampf für beendet. Die Grundlage für einen dauerhaften Frieden in Nordirland wurde 1998 mit dem Karfreitagsabkommen gelegt. Seit den 60er-Jahren fielen dem Terror mehr als 3500 Menschen zum Opfer. Heute steht Nordirland wieder unter Selbstverwaltung. Seit gut zwei Jahren ist eine Koalitionsregierung aus den einst verfeindeten Protestanten und Katholiken im Amt. Wie stabil sie ist, das dürfte sich nun nach dem Anschlag auf die britischen Soldaten herausstellen.
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tags: Blutsonntag, IRA
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