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In einem Fall, der auch Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi betrifft, hat der Angeklagte in zwei Prozessen Ende der Neunziger falsch ausgesagt, um ihn zu decken. Das geht aus der Urteilsbegründung hervor, die jetzt, einige Monate nach Ende des Prozesses gegen ihn selbst, veröffentlicht worden ist.
Dieser Angeklagte ist David Mills, ein britischer Anwalt. Mills bekam 1998 von Berlusconi – der damals kein Regierungschef war – umgerechnet mehr als vierhunderttausend Euro: laut Anklage als Gegenleistung für die Falschaussagen. Im Februar wurde Mills zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Laut der Begründung hat Mills gelogen, damit Berlusconi und seine Firmengruppe Fininvest nicht bestraft wurden oder doch wenigstens
vorangegangene hohe Gewinne behalten konnten.
Berlusconi selbst musste sich in dem jetzigen Prozess nicht verantworten: Als Ministerpräsident ist er vor Strafverfolgung geschützt. Er kündigte aber eine Erklärung im Parlament an.
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tags: Italien, Justiz, Silvio Berlusconi
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