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Die Vereinigten Staaten erwarten nicht, dass Serbien das Kosovo als unabhängig anerkennt. Das sagte US-Vizepräsident Joe Biden in Belgrad. Es ist der erste hochrangige US-Besuch seit der Visite Jimmy Carters 1980.
Serbien sieht das Kosovo als seine Provinz an. Präsident Boris Tadic bekäftigte diesen Anspruch. Biden riet dabei zu Pragmatismus: Serbien müsse mit der internationalen Gemeinschaft und allen Nachbarn gut zusammenarbeiten. Beide Politiker hofften, die wegen der Kosovo-Frage angespannten Beziehungen vertiefen zu können.
“Ich betone: Die USA erwartet nicht von Serbien, das Kosovo als unabhängig anzuerkennen. Es ist keine Vorbedingung für unsere gegenseitigen Beziehungen oder für unsere Unterstützung des Beitritts Serbiens zur EU”, sagte Biden.
Anhänger nationalistischer Parteien demonstrierten gegen Bidens Besuch. Sie machen ihn mitverantwortlich für die NATO-Luftangriffe auf Serbien 1999 und die Abspaltung des Kosovos. 15 Monate nach der einseitig ausgerufenen Unabhängigkeit haben 60 Länder diese anerkannt, darunter die meisten EU-Staaten. Biden will anschließend weiter nach Pristina reisen.
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tags: Diplomatie, Serbien, USA
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