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Die Anwälte des ehemaligen bosnischen Serbenführers Radovan Karadzic haben am Montag die Einstellungs des Kriegsverbrecherverfahrens gegen ihren Mandaten beantragt. In einem mehr als 140-Seiten umfassenden Schriftsatz legen sie dar, dass Karadzic 1996 durch die USA in Abstimmung mit den Vereinten Nationen Straffreiheit als Gegenleistung für sein Untertauchen zugesichert worden sei.
“Die Zusage wurde am 18. und 19. Juli 1996 in Belgrad gegeben. Wir haben 15 Zeugen dafür”, erklärte Karadzics US-Anwalt Peter Robinson.
Der seinerzeitige US-Sondergesandte für den Balkan, Richard Holbrooke, hat mehrfach dementiert, Karadzic Immunität versprochen zu haben. Von Seiten des UN-Kriegsverbrechertribunals hieß es, eine derartige Immunitätszusage sei nicht bindend.
Karadzic war Ende Juni 2008 auf der Flucht in Belgrad festgenommen worden. Das UN-Tribunal wirft ihm Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Vor allem wird ihm das Massaker an 8000 Muslimen in der UN-Schutzzone Srebrenica zur Last gelegt.
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