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Die Belgier stimmen heute gleich zweifach ab. Zum einen über das Europaparlament und zum anderen über die Regionalparlamente. Rund 7,7 Millionen Stimmberechtigte sind dazu an die Urnen gerufen. Die Wahlbeteiligung ist traditionell sehr hoch, denn es herrscht Wahlpflicht. Wer nicht teilnimmt, muss ein Bußgeld von bis zu 50 Euro zahlen.
Die Regionalwahlen in Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt sind fast so wichtig, wie die nationalen, weil die Regionen entscheidende Kompetenzen haben. In ihren Aufgabenbereich fallen unter anderem die Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik.
Die Wahl gilt auch hier als Stimmungstest. Beobachter erwarten eine Machtverschiebung unter den französischsprachigen Politikern. Prognosen sagen den Sozialisten in Wallonien große Verluste voraus. Grund dafür sind jüngste Korruptions-Skandale. Von der Schwächung könnten Liberale und Grüne profitieren.
Belgiens bevölkerungsreichste Region Flandern könnte weiter nach rechts driften. Die rechts-populistische “Lijst Dedecker” tritt erstmals bei Regionalwahlen an. Stärkste Kraft dürften die Christdemokraten bleiben.
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