
Europa-Wahl in Deutschland: Stimmungstest für Bundestagswahl im September
07/06/09 13:23 CET
Europawahlen
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Sonntagmorgen in einem Berliner Wahllokal: Nur etwas für Frühauftsteher. Und den Prognosen zufolge wird bis zur Schließung der Wahllokale weniger als die Hälfte der Deutschen zur Europawahl gehen. Schon beim letzten Mal lag die Beteiligung mit 43 Prozent auf einem Tiefstand.
Umso intensiver die Bemühungen der Politiker, die Bürger zu mobilisieren. Besonders fleißig war die Kanzlerin selbst. Die CDU/CSU wird laut Umfragen zwar Stimmen einbüßen, aber trotzdem mit bis zu 39 Prozent stärkste Kraft bleiben. Mit Hans-Gert Pöttering stellten Deutschlands Konservative in der endenden Legislaturperiode schon den Parlamentspräsidenten.
Für sie wie für die Sozialdemokraten ist es ein Stimmungstest für die Bundestagswahl im September. Nach dem Debakel bei den letzten Europa-Wahlen vor fünf Jahren kann die SPD mit Spitzenkandidat Martin Schulz auf leichte Erholung hoffen, dürfte aber dennoch weit hinter den Konservativen bleiben. Schulz war bislang Chef der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament.
Den Liberalen werden etwa neun Prozent vorausgesagt, die Grünen können mit mehr Stimmen als die FDP rechnen, zwölf Prozent sind möglich.
Neben den Europawahlen finden in Deutschland an diesem Sonntag auch in mehreren Bundesländern Kommunalwahlen statt.
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