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Wandel oder nicht? Trotz der uneingeschränkten Vorherrschaft von Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei ist im Iran um das Präsidentenamt ein leidenschaftlicher Wahlkampf entbrannt.
Dem Amtsinhaber und konservativen Kandidaten Mahmud Ahmadinedschad ist US-Präsident George W. Bush als plakativstes Feindbild abhanden gekommen. Viele zweifeln seine positiven Wirtschaftsdaten an. “Beschimpfungen und üble Nachrede haben wir nicht nötig. Wir haben die Logik auf unserer Seite. So Gott will, werden wir all die Beschimpfungen, üblen Nachreden und Sittenlosigkeiten schlagen”, rechtfertigt sich Ahmadinedschad.
Aussichtsreichster Herausforderer ist der moderat und reformfreundlich auftretende Ex-Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi. Obwohl regimetreu wie Ahmadinedschad, steht Mussawi für eine Politik der Vernunft. Sein Mentor, der moderate Kleriker und Ex-Präsident Mohammed Chatami, hatte bis 2005 versucht, den Iran aus der internationalen Isolation zu führen.
Die weitere Atom- und Israel-Politik Irans gilt als härteste Bewährungsprobe für die von US-Präsident Obama angestrebten Verhandlungen.
Ergibt der Wahlgang am Freitag keine absolute Mehrheit, muss der neue Präsident des Iran eine Woche später in einer Stichwahl ermittelt werden.
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