Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
Französische Ermittler, die ein Attentat in Pakistan im Jahre 2002 aufklären wollen, ziehen die Möglichkeit eines Racheakts gegen Frankreich in Betracht: Bei dem Anschlag waren vierzehn Menschen, darunter elf Franzosen getötet worden. Als Urheber galt jahrelang das Terrornetzwerk al Kaida, doch die zuständige Behörde teilte nun den Hinterbliebenen mit, dass die Richtung der Ermittlungen geändert werde. Ein Anwalt der Hinterbliebenen erklärte, den höchsten Repräsentanten des französischen Staates sei von Anfang an klar gewesen, dass es bei dem Attentat um ausgebliebene Kommissions-zahlungen bei einem Rüstungsgeschäft gegangen sei. Deswegen seien die Franzosen in Pakistan getötet worden.
Die elf Franzosen waren Ingenieure des staatlichen Konzerns DCN, der für Pakistan U-Boote baute. Für den milliardenschweren Auftrag sollen französische Unterhändler der pakistanischen Seite Kommissionszahlungen in Millionenhöhe zugesagt haben. Doch gleich nach dem Amtsantritt von Präsident Jacques Chirac 1995 seien die Zahlungen eingestellt worden, heißt es in einem internen Memorandum des U-Boot-Bauers. Ein Teil des gezahlten Geldes soll in die Wahlkampf-Kasse des damaligen Premierministers Edouard Balladur zurückgeflossen sein, der ebenfalls Präsident werden wollte. Dessen Wahlkampfleiter war der heutige Präsident Nicolas Sarkozy.
Copyright © 2009 euronews
tags: Attentat, Frankreich, Pakistan
Top-Nachrichten und letzte Meldungen


Belgiens Neuer ist der Alte
Entscheidung über Truppenverstärkung
Irakkrieg wird untersucht
Lange Haft für Folterchef
Saab vor dem Aus
Allergiehäufung nach Schweinegrippeimpfung
Vorbereitungen auf die Hadsch
Marwan Barguti, der Wunschkandidat vieler…
Spanische Polizei nimmt “Segi”-Mitglieder fest
Licht und Schatten in UNO-Aidsbericht 








