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Im französischen Calais haben sich rund eintausend Globalisierungsgegner zu einer Demonstration zusammengefunden. Auch Gewerkschaften und linke Gruppen aus ganz Europa hatten zu dem Protestmarsch aufgerufen. Sie wollten auf die unwürdigen Lebensbedingungen illegaler Einwanderer aufmerksam machen.
Ein französischer Demonstrant erklärte: “Wir möchten eine Welt ohne Staatsgrenzen, in der sich die Menschen frei bewegen können, in der nicht die Herkunft nicht darüber entscheidet, welche Rechte man hat.”
Zahlreiche Sicherheitskräfte waren vor Ort. Trotz erwarteter Ausschreitungen verlief die Demonstration jedoch friedlich.
Der Industriehafen Calais am Ärmelkanal ist schon seit Jahren eine vielgenutzte Station für illegale Einwanderer auf dem Weg nach Grossbritannien. Sie versuchen per Fähre oder Lastwagen ins britische Königreich zu gelangen, weil die Aufnahmekriterien für Ausländer aus Nicht-EU-Staaten ihnen dort leichter erscheinen.
Seit der Schliessung eines Auffanglagers des Roten Kreuzes im Jahre 2002 haben sich die Lebensbedingungen der Flüchtlinge in Calais drastisch verschlechtert. Seit einigen Monaten gibt es noch nicht einmal mehr Lebensmittelhilfen. Die Schliessung des Lagers veranlasst hatte der damalige französische Innenminister Nicolas Sarkozy.
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tags: Demonstration, Einwanderung, Frankreich
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