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Regierungen in aller Welt haben den Staatsstreich in Honduras verurteilt. Anhänger des gestürzten Staatschefs Zelaya protestieren in der Hauptstadt gegen den Putsch.
Präsident Zelaya war gestern durch das Militär festgenommen und nach Costa Rica verschleppt worden.
Ihm wurde vorgeworfen, sich durch ein geplantes Referendum zur Änderung der Verfassung weitere Amtszeiten sichern zu wollen. Das Oberste Gericht hatte das Referendum für illegal erklärt und dazu aufgerufen, die Abstimmung zu verhindern.
Laut Berichten der Zeitung “El Heraldo” habe Zelaya vorgehabt, das Parlament aufzulösen und das Land in den Totalitarismus zu führen.
Vom Kongress wurde bereits ein neuer Staatschef ernannt: Der ehemalige Parlamentspräsident Roberto Micheletti.
Offenbar wollen die rechten demokratischen Kräfte in Honduras den Konflikt mit dem ungeliebten, linksgerichteten Präsidenten Zelaya auf diese Weise lösen.
Der gestürzte Staatschef ist unterdessen in Nicaragua eingetroffen, wo er – als Präsident von Honduras- an einer Krisensitzung des linken Staatenbündnisses Alba teilnimmt.
Zelayas wichtigster Verbündeter, Venezuelas Präsident Hugo Chávez, drohte bereits : “Wir werden Micheletti stürzen.”
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