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Im größten Betrugsfall der Finanzgeschichte, droht dem ehemaligern New Yorker Broker Bernard Madoff lebenslange Haft. Die Staatsanwaltschaft hat für den 71-jährigen die Höchststrafe von 150 Jahren Gefängnis gefordert. Die Verteidiung plädierte dagegen auf 12 Jahre Haft. Denn er habe ja mit den Behörden zusammengearbeitet und er habe auch nicht versucht die USA zu verlassen, argumentierte Madoffs Anwalt.
Madoff hatte jahrzehntelang ein betrügerisches Schneeballsystem betrieben. Der Schaden beläuft sich auf rund 65 Milliarden Dollar. In der Finanzkrise hatte Anleger zuletzt hohe Summen bei ihm abgezogen und dadurch das Betrugssystem zum Einsturz gebracht. Die Gewinne bestehender Kunden hatte er stets mit dem Geld neuer Anleger bezahlt. Nach Berechnungen der Ermittler floss in Madoffs Unternehmen über die Jahre die gewaltige Summe von 170 Milliarden Dollar. Ein Großteil des Geldes gilt als verloren, weltweit brachte Madoff tausende Menschen um ihr Vermögen. Doch auch Banken sind von Madoff über`s Ohr gehauen worden, müssen Milliardenverluste hinnehmen.
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