Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
Das Ende war noch das Versöhnlichste: Zum Abschluss ihres EU-Vorsitzes übergeben die Tschechen den Schweden, die sie ablösen, etwas Charakteristisches – also ein Fass mit tschechischem Bier, bei schönstem Sommerwetter mitten auf der Moldau in Prag.
Ansonsten war das halbe Jahr der tschechischen Präsidentschaft alles andere als eine Schönwetterzeit: Schon gleich zu Beginn forderte der neue Erdgasstreit zwischen Russland und der Ukraine vollen Einsatz – schließlich hatten auch manche EU-Länder mit einem Mal kein Gas mehr, und das mitten im Winter.
Dazu kam noch ein Sonderfall – mitten während der Präsidentschaft das Aus für die tschechische Regierung. Bei einer Misstrauensabstimmung verlor Regierungschef Mirek Topolánek seine ohnehin hauchdünne Mehrheit. Ján Fischer, ein bis dahin unbekannter Bürokrat, löste ihn ab, für eine Übergangszeit bis zu einer Wahl im Herbst.
Der EU-Vorsitz trat von da an auf der Stelle: Beim letzten Gipfeltreffen gelang es aber noch, das wichtigste Vorhaben wiederzubeleben – durch Zugeständnisse an Irland ist die Reform nach dem Vertrag von Lissabon nun wieder möglich.
Die sechs Monate endeten somit versöhnlicher, als sie begonnen hatten: Schließlich stand schon am Anfang die Aufregung über “Entropa”, ein tschechisches Auftragskunstwerk im Brüsseler EU-Hauptquartier. Jedes EU-Land war dort wenig schmeichelhaft dargestellt, jeweils nach einem bekannten Klischee – Deutschland natürlich als Land der Autobahnen, Frankreich im Dauerstreik. Proteste folgten prompt – nicht bei allen kam die tschechische Ironie gut an.
Copyright © 2009 euronews
Top-Nachrichten und letzte Meldungen


Wer wird EU-Außenchef?
Kuba darf sich auf Ende des Kalten Krieges freuen
EU-Telekom-Branche wird neu geregelt
Drogen – professionell vermarktet
Hürde zum EU-Beitritt Kroatiens aus dem Weg…
Tories auf Konfrontationskurs zur EU
Was sagen die Bürger zum Lissabon-Vertrag?
Van Rompuy als künftiger EU-Präsident im Gespräch
Tschechisches Verfassungsgericht urteilt über…
Blair als EU-Präsident aus dem Rennen 








