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In vielen französischen Restaurants sinken ab dem 1. Juli die Preise. Grund ist eine massive Senkung der Mehrwertsteuer mit dem Ziel, Arbeitsplätze im Gastronomiegewerbe zu sichern.
Wichtig ist, dass die Betriebe die Steuersenkung an die Gäste weitergeben, erklärt die französische Wirtschaftministerin Chinstine Lagarde: “Jeder muss mitmachen, damit jeder seinen gerechten Anteil erhält. Wenn ein Restaurant mehr Leute beschäftigt und Investitionen tätigt, wenn die Kunden und die Mitarbeiter ihren Anteil bekommen, dann gewinnt jeder bei der Sache.”
In jahrelangen Verhandlungen mit seinen europäischen Partnern hat Frankreich der EU die Erlaubnis abgerungen, die Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19,6 auf 5,5 Prozent senken zu dürfen. Ob sich das überall in einem Preisnachlass auf Gerichte und Getränke niederschlagen wird ist jedoch fraglich.
“Wir haben immer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gehabt”, sagt dieser Gastwirt. “Unsere Kunden sind immer zufrieden gewesen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, die Qualität noch weiter zu verbessern.”
Genau vor dieser Haltung warnen Verbraucherschützer. Sie befürchten, dass weder Kunden noch Mitarbeiter von der Steuersenkung profitieren werden: “Wir haben den Eindruck, dass Gastwirte mit dieser Regelung machen werden, was sie wollen. Sie werden ganz einfach mehr Geld verdienen und weder die Preise senken noch mehr Leute beschäftigen.”
Laut Regierungsangaben gibt es in Frankreich etwa 180.000 gastronomische Betriebe, die etwa 680.000 Menschen beschäftigen.
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tags: Frankreich, Steuern, Tourismus
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