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Bulgarien steht am Sonntag vor einem Machtwechsel
– jedenfalls nach den Umfragen vor der Parlamentswahl.
Demnach würden die Konservativen, erst vor drei Jahren gegründet, stärkste Kraft werden. Ihr Spitzenmann ist Bojko Borissow, Oberbürgermeister der Hauptstadt Sofia. Borissow präsentiert sich als Kämpfer gegen die Korruption – die in einem beispiellosen Fall sogar zum Stopp von EU-Zahlungen geführt hat.
Diese Korruption und Skandale rund um das
organisierte Verbrechen lasten die Wähler offenbar Regierungschef Sergej Stanischew und seinen
Sozialisten an. Schon bei der Europawahl vor vier Wochen fielen sie hinter die Konservativen zurück.
Über die Vierprozenthürde werden es auch bis zu sechs kleinere Parteien schaffen – die einander aber zum Teil spinnefeind sind: Auch nach der Wahl bleibt es spannend.
“Das wird ganz schön schwierig”, meint ein Student in Sofia. “Kommt drauf an, wer gewinnt: Es gibt ja mehrere fast gleich starke Parteien. Da wird es mit einer stabilen Regierung sehr schwierig.”
Meinungsforscher halten ein Patt nach der Wahl für möglich – schon im Herbst könnte dann erneut gewählt werden.
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