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Bei der Parlamentswahl in Bulgarien zeichnet sich eine rege Beteiligung ab. Nach Angaben eines Meinungsforschungsinstitutes aus Sofia gaben bis zum späten Vormittag rund 14 Prozent der Wähler ihre Stimme ab. Zur Abstimmung aufgerufen sind knapp sieben Millionen Wähler. Prognosen zufolge werden die regierenden Sozialisten des Ministerpräsidenten Sergej Stanischew die Wahl verlieren. Viele Wähler machen seine Regierung für die weit verbreitete Korruption verantwortlich. Gute Chancen hat hingegen die Konservative Partei des Bürgermeisters von Sofia, Boiko Borisow. Borisow hat versprochen, gegen korrupte Beamte vorzugehen und die Kriminalität einzudämmen. Die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament wird voraussichtlich auch die jetzt mitregierende Partei der türkischen Minderheit schaffen. Zehntausende Menschen hatten in den vergangenen Wochen gegen die Folgen der Wirtschaftskrise protestiert. Bulgarien ist das ärmste Land der EU.
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